Mozarthaus Vienna: Kampagnen-Auftakt für Peter Baldingers „Fake News“
Startschuss für künstlerische Intervention im öffentlichen Raum

Heute wurde im Mozarthaus Vienna, einem Museum der Wien Holding, der Kampagnen-Auftakt der Initiative „Fake News: Eine künstlerische Intervention im öffentlichen Raum“ von KULTURFORMAT und dem österreichischen bildenden Künstler Peter Baldinger in Kooperation mit dem Mozarthaus Vienna präsentiert. Dazu wurde das erste Plakatsujet der Kampagne in Großformat auf der Fassade des Mozarthaus Vienna in der Domgasse 5 platziert, wo es noch den ganzen Tag lang öffentlich zu sehen ist. Der Künstler Peter Baldinger versucht mit seinen Bildern die Rezeptions- und Interpretationsprozesse bei Falschnachrichten zu erforschen. Das heute präsentierte Sujet und drei weitere Bilder der Serie werden in der Folge in ganz Wien auf Litfaßsäulen zu sehen sein.
 
„Ich freue mich sehr, dass der Startschuss für Peter Baldingers Intervention ‚Fake News: Eine künstlerische Intervention im öffentlichen Raum‘ im Mozarthaus Vienna fällt. Das Thema Falschnachrichten ist im Zeitalter des Internets ein brisantes und hochaktuelles. Doch auch schon im 18. Jahrhundert wurde versucht, die Wahrnehmung der Realität zu verzerren. Nach Mozarts Tod wurden Werke fremder Künstler unter seinem Namen veröffentlicht. Daher ist die Kooperation des Mozarthaus Vienna mit KULTURFORMAT und Peter Baldinger äußerst stimmig und bietet den idealen Rahmen, um verstärkt auf ‚Fake News‘ aufmerksam zu machen. Ich bin schon auf die Plakate gespannt, die es demnächst in ganz Wien zu sehen gibt und die unsere Wahrnehmung herausfordern werden“, so Wien Holding-Geschäftsführerin Doris Rechberg-Missbichler.

Impulsgeber der Kampagne

Peter Baldinger arbeitet seit 2017 an der Bildserie „Fake News“. Als ehemaliger Journalist setzt er sich bereits seit Jahren mit der digitalen Bildtechnologie und Mediengewalt auseinander. Der Begriff „Fake News“, der eine Täuschungsabsicht unterstellt, ist in den letzten zwei Jahren in die öffentliche Wahrnehmung getreten und ist mittlerweile ein wesentlicher Teil des medialen und politischen Diskurses und Alltags geworden. In seiner Kampagne geht Baldinger der Frage nach, wie Falschnachrichten aufgenommen und interpretiert werden.
 
Baldinger verwendet den öffentlichen Raum als Ort des Austausches visueller Kommunikation. Seine Bilder zeigen Paare, wie wir sie aus Zeitschriften und dem Internet kennen, allerdings werden diese Bilder grob verpixelt, sodass die ProtagonistInnen, ebenso wie die Worte „Fake News“, unkenntlich werden und nur abstrakt, auf einer zweiten Bildebene, aufscheinen.
 
Die Sujets erinnern an Werbe- und Magazin-Ästhetik und – wie bei dieser beabsichtigt – soll subjektive Wahrnehmung als objektive „Wahrheit“ erlebt werden. Erst ein kritisch prüfender zweiter Blick lässt erkennen, ob wir einer Täuschung erlegen sind, eventuell absichtlich in die Irre geführt wurden.

„Fake News“ zur Zeit Mozarts

Das Mozarthaus Vienna mit der einzigen noch erhaltenen Wiener Wohnung Mozarts versteht sich nicht nur als umfassender Präsentationsort der höchst dynamischen Zeit, die der Komponist auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn in der Stadt Wien verbracht hat, sondern auch als Ort der Diskussion und künstlerischen Begegnung. Wien zu Mozarts Zeit war ein Zentrum der europäischen Aufklärung, deren Konzept auf vielschichtige Weise diskutiert wurde. In Mozarts musikalischem Werk kommt dieses Programm besonders zum Ausdruck.
 
Schon damals war eine Aufklärung über Falschnachrichten von Nöten, etwa beim Phänomen der Mozart untergeschobenen Werke. Nach dem Tod des Komponisten häuften sich Fälle, in denen Werke weniger prominenter Komponisten unter dem Namen „Mozart“ verbreitet wurden, um auf diese Weise das Interesse und den Absatz zu erhöhen. Auch diesem Phänomen wird in der derzeit laufenden Sonderausstellung „Mozarts Weg in die Unsterblichkeit. Das Genie und die Nachwelt“, eine Ausstellung der Österreichischen Nationalbibliothek im Mozarthaus Vienna, nachgegangen. In der aktuellen Kooperation des Museums mit KULTURFORMAT und dem bildenden Künstler Peter Baldinger können diese historischen Bezüge mit der aktuellen Diskussion zu „Fake News“ in Beziehung gesetzt werden.
 
„Wir freuen uns sehr“, so KULTURFORMAT Geschäftsführerin Daniela Grill, „gemeinsam mit dem Mozarthaus Vienna und Peter Baldinger die Initiative „Fake News: Eine künstlerische Intervention im öffentlichen Raum“ realisiert zu haben. Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen, ist uns ein besonderes Anliegen und gemeinsam mit dem Mozarthaus Vienna, mit dem uns eine langjährige Partnerschaft verbindet, konnten wir mit der Inszenierung eines der Kunstwerke von Peter Baldinger, in Übergröße als Transparent direkt am Mozarthaus Vienna angebracht, ein beeindruckendes Kampagnen-Highlight schaffen, welches Vorbote für die im Sommer dazu laufende Kampagne ist.“
 
Weitere Informationen zu den einzelnen Bildern dieser Kampagne unter www.aufloesung.at

Rückfragehinweis:

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